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Warum ich gerne Coach bin

Donnerstag, den 6. Dezember 2007 von Michael Häfelinger
Kategorie: Psychologie, Erfolg & Motivation

Berater, Trainer, Coaches – hier im Blog gibt es bereits einen Beitrag zur Abgrenzung der Professionen. In diesem Beitrag möchte ich begründen, warum ich – wenn ich Unternehmern weiterhelfen soll – am liebsten als Coach tätig bin.

Zunächst möchte ich die Professionen in ihren grundlegenden Ideen abgrenzen. Stark vereinfachend

  • analysiert der Berater und entwickelt konkrete Lösungsvorschläge, die dann umgesetzt werden. McKinsey&Co. reorganisieren beispielsweise die Unternehmensstruktur, die Umsetzung obliegt dem Unternehmen.
  • schult der Trainer den Unternehmer beispielsweise für Personalgespräche. In einer Art „Trockenschwimmübung“ werden Situationen durchgespielt
  • begleitet der Coach den Unternehmer in seinen (Entscheidungs-)Prozessen. Im Grunde ist er dazu da, die richtigen Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Meines Erachtens bringt folgende fernöstliche Weisheit den substantiellen Unterschied für den Unternehmer auf den Punkt:

Tell me, and I will forget
show me, and I will remember
involve me, and I will understand
(Laotse)

In der genannten – zugegebenermaßen stark vereinfachenden – Abgrenzung ist  

  • tell me – der Berater
  • show me – der Trainer
  • involve me – der Coach

Aber wenn Coaching so toll ist, warum gibt es dann nicht nur Coachings? Ganz einfach: Weil alle Bereiche ihre Berechtigung haben.

Bei der Beratung geht es um Erfahrungstransfer. Wie oft hat McKinsey umfangreiche Umstrukturierungen vorgenommen im Verhältnis zu dem Unternehmen selbst? In der Beratung gilt es diesen Erfahrungsvorsprung zu transferieren. (Eine Spitze sei besonders in Richtung McKinsey erlaubt: Ob der Wissensvorsprung des Arbeitsplatzvernichtens dem Unternehmen immer gut tut, darf bezweifelt werden. Dazu hier ein nachdrückliches Beispiel zur Reformierung des Goethe-Instituts aus der Süddeutschen Zeitung).

Während im Rahmen einer Beratung der Berater der Experte ist und das Unternehmen – böse formuliert – zum ausführenden Handlanger degradiert wird, geht es bei Trainings explizit darum, die Kompetenz des Unternehmers oder anderer Verantwortlicher zu erhöhen. Ganz gezielt werden die Teilnehmenden auf herausfordernde Situationen vorbereitet und mit Hintergrundinformationen beschickt. So werden zum Beispiel in Verkaufstrainings den Vertrieblern ausführliche Informationen zu Produkt, Markt und Kundenpsychologie vermittelt. Damit haben sie in den vorbereiteten Situationen einen Informationsvorsprung, werden aber in der Situation alleine gelassen. Letztlich besteht zwischen Trainer und Trainiertem ein Eltern-Kind-gleiches Verhältnis: Der Trainer weiß wie’s geht, der Trainierte soll sich in der Situation so und so verhalten – selbst wenn es ihm nicht oder nur bedingt entspricht. 

Genau an dieser Eigenkompetenz setzt das Coaching an. Es geht um ein begleitetes „training on the job“ für den Unternehmer, es geht um das Lernen an der konkreten Unternehmenssituation. Hier kommt es darauf an, dass die Gecoachten, die Coachees, eigene Wege wählen, dass Sie Vorschläge selbst erarbeiten und Problemlösungen angehen, die auf ihrem eigenen Erfahrungsschatz aufbauen, folglich mit bisherigem Wissen vernetzt werden. Der Coachee macht seine Erfahrung selbst und wird vom Coach um die wichtigsten Klippen herumbugsiert. Durch dieses gemeinsame Entwickeln von Handlungsstrategien begegnen sich Coach und Coachee auf Augenhöhe. Der zweite große Vorteil ist, dass im Coaching das (Beratungs-)Problem und der (Trainings-)Handlungsansatz zusammengebracht werden, und damit der Gecoachte in seiner Handlungskompetenz – d.h. im eigenen Entwickeln von Problemlösungen – enorm gestärkt wird. Das sind die beiden Gründe, warum ich lieber als Coach denn als Berater oder Trainer tätig bin. Der Nachteil des Coachings: Es läuft in der Regel über einen längeren Zeitraum (aber nicht unbedingt mit mehr Zeitaufwand). 

Ja, ja, in einem Blog unternehmercoaches beweihräuchert sich der Coach selbst? Wie die Unternehmen die Erfolge des Berliner Programms „Coaching für junge Unternehmen“ selbst sehen, finden die geneigten Leser hier.

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