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Ich brauche Unterstützung I – Wann kaufe ich Leistungen ein?

Donnerstag, den 20. Dezember 2007 von Michael Häfelinger
Kategorie: Führung, Organisation, Personal

Ihr Unternehmen hat die Klippen der Anfangsphase mit Bravour umschifft, die Segel – d.h. die Auftragsbücher – sind stolz gefüllt, Sie machen gute Fahrt, nur der Kapitän bräuchte mal einen Steuermann? Aber wen? Und wie? Oder einfach die Entlastung einkaufen? Aus Sicht des Unternehmers gibt es einige grundlegende Überlegungen dazu, wann welcher Kurs verfolgt werden soll.

Im Wesentlichen lassen sich vier Möglichkeiten unterscheiden, wie sich ein Unternehmer entlasten kann. Er kann

  • Leistungen auf dem Markt zukaufen,
  • mit freien Mitarbeitern arbeiten,
  • erfahrene Kräfte einstellen oder
  • firmeneigenen Nachwuchs heranziehen. 

Alle Alternativen haben in bestimmten Situationen Vor- und Nachteile. Die entscheidenden Aspekte sind dabei:

  • Erzielbares Ergebnis
  • Kosten für den Mitarbeiter
  • Zeitlicher Aufwand für den Unternehmer
  • Auslastung
  • Flexibiltät
  • Lerneffekt für das Unternehmen

So ist der Zukauf von Leistungen – beispielsweise eines externen Grafikers oder eines Steuerberaters – meist auf den ersten Blick die teuerste Variante für eine bestimmte Lösung. Gleichzeitig wird aber im Falle des Steuerberaters das erzielbare Ergebnis – die Steuererparnis – höher ausfallen, als dies bei noch so großen individuellen Anstrengungen der Fall sein wird. Den hohen Gebühren des Steuerberaters stehen also als Benefit erstens die höhere Steuerersparnis und zweitens ein enormer Zeitgewinn entgegen.

Aber auch der Computerfachmann oder die Putzfrau machen ihre Sache besser als der Unternehmer. Gleichzeitig stehen Preis und Zeitersparnis – ganz zu schweigen vom Gewinn an Lebensqualität – letztlich in einem günstigen Verhältnis. Und der Grafiker? Bei der Logo-Entwicklung sind wir uns wohl einig, dass der Unternehmer besser gar nicht erst daran denken sollte, Hand anzulegen. Aber wie ist es mit der Präsentationsvorlage? Muss diese teuer bei der Werbeagentur eingekauft werden oder „darf“ der Unternehmer selbst Hand anlegen? Salomonische Antwort: „Kommt darauf an…“. Wenn der Unternehmer das Programm gut kennt, der Anspruch nicht so hoch, der Zeitaufwand also vertretbar ist, dann vielleicht schon, wenn die Agentur teuer ist.

Was klar geworden sein dürfte: Der entscheidende Vorteil des Einkaufens von Leistungen besteht in der vollständigen Entlastung des Unternehmers. Er bezahlt und erhält dafür die gewünschte Leistung. Der größte Nachteil: Von dem Wissen wird fast nichts in’s Unternehmen transferiert. Im Falle des Steuerfachmanns ist das vielleicht nicht so dramatisch, solange er dem Unternehmer die entscheidenden Passagen der betriebswirtschaftlichen Auswertung erläutert. Im Falle des Computerfachmanns oder des Grafikers stellt sich das gegebenenfalls anders dar. Wenn der Computermensch bei jedem noch so kleinen Computerproblem gerufen werden muss, kann das teuer werden. Je nach Größe des Unternehmens und Ausrichtung der EDV kann ein stärker eingebundener „EDV-Bauftragter“ womöglich Geld sparen und Wissen im Unternehmen akkumulieren. Und wer seine Präsentationen immer an die externe Agentur weitergeben muss, weil niemand im Unternehmen das Programm beherrscht, wird auf ewig in dieser Falle sitzen bleiben. Einen Mitarbeiter auf Fortbildung schicken und dann selber machen kann sich also lohnen.

Eben weil dieser Mensch lernt und das Wissen anwenden kann, lernt das Unternehmen. Dies ist einer der Gründe, warum es sich als Unternehmer lohnt, Personal an sich zu binden.

Um es mit Michael Ende zu sagen: „Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.“

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