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Hokus, Pokus, Fokus!

Sonntag, den 30. August 2009 von Inke Schulze-Seeger
Kategorie: Psychologie, Erfolg & Motivation, Selbst- und Zeitmanagement

Veränderungen zu vollziehen, ist nicht immer leicht. Sie können für uns alle eine große Herausforderung sein. Schließlich sind wir alte Gewohnheitstiere. Wussten Sie, dass bis zu 90% unserer Handlungen auf unseren Gewohnheiten beruhen? Das gibt uns Sicherheit. Ein Bedürfnis, das bei allen Menschen ausgeprägt ist und aus der Urzeit stammt, als unser Trachten sich im Wesentlichen darauf reduzierte, uns vor dem Säbelzahntiger in Sicherheit zu bringen und unsere Art zu erhalten.

Als Coach begleite ich immer Veränderungen. Deswegen werde ich auch bei jedem Coachingfall mit mehr oder weniger großen Ängsten und Einwänden konfrontiert. Der Säbelzahntiger könnte ja schließlich um die Ecke biegen, wenn wir uns aus unserer Höhle trauen. 

Veränderung ist also oft schwierig und wir wünschten uns manchmal den ultimativen Zauberspruch, der uns in den neuen Zustand katapultiert. Ich möchte Sie hier aber nicht mit dem ultimativen Veränderungsspruch konfrontieren, sondern eine Veränderungsstrategie vorstellen, die kein Hexenwerk darstellt. Sie ist nämlich recht einfach, wenn man sie durchzieht. Einer meiner Kundin hat sie jedenfalls sehr erfolgreich angewendet.

Sie hatte ein Steuerberatungsbüro mit drei Mitarbeitern und war an eine Grenze geraten. Auf der einen Seite ging es ihr darum, zu expandieren. Dafür brauchte sie eine neue Unternehmensstrategie. Auf der anderen Seite hatte sie jedoch das Gefühl, dass ihr Tagesgeschäft ihr es nicht ermöglichen würde, Zeit für die Umsetzung einer neuen Strategie aufzubringen. So waren schon mehrere Versuche in den letzten Jahren gescheitert.

Zunächst haben wir an der neuen Strategie für die Expansion gearbeitet. Der Plan lag klar vor uns und es gab eine Projektierung, die ihren Ressourcen entsprach. Dennoch war sie skeptisch, dass sie die vorgesehene Zeit für die Veränderungen aufbringen würde.

Ich stellte ihr die Aufgabe, sich jede Woche eine Stunde konzentriert mit dem neuen Plan auseinanderzusetzen. Sie sollte sich jedes Mal vergegenwärtigen, was sie bereits abhaken konnte und was noch zu tun war. Außerdem sollte Sie sich fragen, was noch nicht so gut in der Umsetzung funktionierte und wie sie es ändern konnte. Ich nenne diese Zeit Fokuszeit.

Sich einmal in der Woche intensiv mit einem Plan zur gewünschten Veränderung zu beschäftigen, hat folgenden Vorteil: Man fängt nicht nur an, nach dem neuen Plan an zu handeln, sondern man merkt, dass die geistige Auseinandersetzung damit, die Vorstellungskraft beflügelt. Aus einer Vision wird immer mehr eine Realität, weil sie schon im Kopf stattfindet und nicht nur auf dem Papier.

Außerdem bat ich die Kundin, sich vor all unseren nächsten Coachingtreffen ihren Plan durchzulesen und den Status aufzuschreiben, den sie mir präsentierte. Innerhalb von sechs Monaten, hatte Sie ihre unternehmerische Veränderung vollzogen: zwei neue Mitarbeiter eingestellt, zwei neue Geschäftsfelder aufgebaut, einen umfassenden Marketingplan in die Wege geleitet und vor allem, sich Freiräume für Ihre unternehmerischen aber auch persönlichen Ziele geschaffen.

Der Zauberspruch zur Veränderung hieß bei ihr lediglich: Hokus, Pokus, Fokus!

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