Kontakt

"UnternehmerCoaches
Häfelinger, von Trotha
Partnerschaft Unternehmensberater

Viktoriahof
Kreuzbergstr. 30
Aufgang 3, 1. Stock
10965 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 03 93
Fax.: 030 / 29 77 03 94
coaches@unternehmercoaches.de"

Portraitfoto

Dt. Mediationstag 2014 zum Thema „Gerechtigkeit“

Montag, den 17. März 2014 von Harald v. Trotha
Kategorie: Führung, Mediation / Konfliktlösung, Rechtliches

Erstmals bin ich Anfang März auf dem deutschen Mediationstag der Friedrich Schiller Universität, Jena gewesen. Der 2-tägige Kongress mit sicher 400 Teilnehmern widmete sich in unterschiedlichen Vorträge und 5 Arbeitsgruppen dem Thema „Gerechtigkeit in der Mediation“.  Einige aus meiner Sicht wichtige Aspekte möchte ich hier kurz ansprechen….

  1. „Gerechtigkeit“ orientiert sich häufig an normativen und dokumentierten Regelungen. Sie ist zu unterscheiden von „Fairness“, die eher den wahrgenommenen Ausgleich von Interessen beschreibt.
  2. Gerechtigkeit und Fairniss sind notwendige Bedingungen, um in der Mediation Akzeptanz für eine Konfliktlösung zu finden.
  3. Gerechtigkeit und Fairness muß sich daher für jede Partei im Mediationsprozeß widerspiegel.
  4. Empfundene oder erfahrene Gerechtigkeit ist höchst subjektiv, d.h. es gibt sehrwohl Lösungen, die aus Sicht Dritter nicht gerecht sein müssen.
  5. Das Gerechtigkeitsgefühl des Mediators sollte daher keinen Einfluß auf die Konfliktlösung haben. (Diese These war zwischen den erfahrenen Teilnehmern jedoch durchaus strittig!)
  6. Eine Aufgabe der Mediators ist es, heraus zu arbeiten, was von der jeweiligen Konfliktpartei als gerecht / fair wahrgenommen wird?
  7. Gerecht oder ungerecht sind aber  keine neutralen Ergebniss, sondern unterbewußte Signale, die Akzeptanz schaffen oder zu nichte machen.
  8. Gerechtigkeit wird nicht an einem Kriterium erfahren, sondern ist ein Spannungsfeld mehrerer individueller Wahrnehmungen; Gerechtigkeit läßt sich daher durch  alternative Lösungen wieder herstellen.
  9. Die Konfliktlösung liegt zwischen den jeweiligen Gerechtigkeitsempfindungen. Die Klärung dieser Empflindungen schafft Raum für die Akzeptanz einer Lösung.
  10. Ein Gesetz/Richterspruch kennt nur die Gerechtigkeit vor dem Gesetz. Die wahrgenommene Gerechtikgeit und Fairniss der Konfliktparteien weicht daher in aller Regel davon ab.
  11. Mediation ist eine Methode,  für die Parteien Gerechtigkeit her zu stellen.

Berlin, Brandenburg, 17. März 2014, Harald v. Trotha

Kommentar schreiben

Suchen

Facebook
Google+