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Ein erster Schritt zu realistischen Maßnahmen: Träumen!

Donnerstag, den 14. Februar 2008 von Michael Häfelinger
Kategorie: Marketing, Psychologie, Erfolg & Motivation

In meinen Coachings muss ein knappes Budget immer wieder als Begründung dafür herhalten, warum Marketingziele nicht erreicht werden. Doch ist es wirklich immer das Geld? Ist nicht vielmehr die mit dem „großen Geld“ verbundene Planung unrealistisch? Wie kommt man zu realistischen Vorhaben? Die Antwort: richtig träumen!

Bei vielen jungen und kleinen Unternehmen fehlt es häufig an Ideen fürs (so genannte Low-Budget-)Marketing. Zu Beginn eines Coachings darauf angesprochen, kommt dann der Verweis auf die zu geringen Mittel, um einen Werbefilm, eine groß angelegte Mailingaktion oder einen alle Regeln der Kunst umfassenden Internetauftritt umzusetzen. Die ersten Sätze der Unternehmer und Unternehmerinnen beginnen oft mit: „Wenn ich mehr Mittel zur Verfügung hätte, würde ich…“ Danach werden mir mit leuchtenden Augen hochfliegende Pläne geschildert, wie aus der Zweimann-Internet-Agentur via Medienkampagnen ein Global Player werden könnte. Meist sind diese Ideen schlichtweg unrealistisch. Gehören sie deshalb gleich auf den gedanklichen Müllplatz? Keineswegs! Es gilt, die darin enthaltenen Ideen in realisierbare Maßnahmen zu überführen.

Ein erster Schritt dazu: Lassen Sie Ihren Träumen freien Lauf! Was würden Sie alles machen, wenn Geld keine Rolle spielte? Sie würden mit Ihrer Agentur ein neues Büro anmieten? Sie würden eine große Werbeagentur damit beauftragen, Ihnen ein komplettes Marketingkonzept maßzuschneidern? Sie würden Ihr Restaurant umbauen? Was auch immer: Beschreiben Sie genau, was Sie anders machen würden. Halten Sie fest, was das neue Büro haben müsste. Beschreiben Sie die Elemente , die das Werbekonzept in jedem Falle enthalten sollte, beschreiben sie die Inhalte und Ihre Rolle dabei. Oder träumen Sie Ihr neues Lokal mit Grundrissen und Einrichtungsfotos. Genießen Sie den Ausflug!

Nun sollten Sie eigentlich erstmal loslegen und wenn Sie damit nächste Woche fertig sind, wieder hierher zurückkommen. Denn der zweite Schritt ist die Frage: Wozu die Veränderungen? Was wollen Sie damit erreichen? Brauchen Sie das neue Büro wirklich für den großen Kundenverkehr? Oder ist es nicht vielmehr der Tischnachbar, der Sie mit seinen Telefonaten stört? Wozu soll das große Marketingkonzept dienen? Was genau wollten Sie damit an wen transportieren? Für wen wollten Sie die großen Spiegel und die original 50er-Jahre Juke-Box? Gehen Sie Ihre Liste durch und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Natürlich wäre das Büro auch einfach chic, aber benennen Sie, was Ihnen wirklich nicht gefällt. Überlegen Sie genau, welche Zielgruppen Sie mit Ihrem Werbekonzept eigentlich erreichen und wen Sie davon eigentlich als Kunden wirklich gewinnen wollen. Das Gleiche gilt für den Umbau Ihrer kleinen Bar in einen original 50ies-„Schuppen“: Sollen Rock’n’Roll; Petticoat und Haargel wirklich das Thema Ihrer Bar werden oder suchen Sie nicht überhaupt einen einheitlichen Einrichtungsstil?

Dritter Schritt: Überlegen Sie, welche finanzierbaren Alternativen den gleichen Zweck erfüllen. Der Nebenraum in Ihrem aktuellen Büro ist vielleicht kein schöner Arbeitsplatz, aber eine sehr großzügige Telefonzelle. Auch brauchen Sie eventuell keine umfassende Internetseite mit eigenem Shop, Chat, Forum oder Blog; denn deren Pflege bedeutet viel Arbeit. Ein grafisch ansprechender zehnseitiger Auftritt mit einem Link zu einem externen Shop ist womöglich für Ihre Außendarstellung sogar passender. Auch könnte eine farbliche Umgestaltung Ihrer Bar die sündhaft teuren Barhocker ersparen, ein MP3-Player kostet weniger als die Wurlitzer, klingt an der existierenden Stereonalage ohnehin besser und kann mittlerweile die gesamte Rock’n’Roll-Geschichte seit Bill Haley speichern.

Und für all das, wofür es dann wirklich etwas mehr Geld braucht, schauen Sie wegen der Finanzierungsfragen beim Kollegen von Trotha vorbei.

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