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Präsentieren – Eine Kunst für sich? (II)

Donnerstag, den 1. Mai 2008 von Michael Häfelinger
Kategorie: Marketing

Wie baue ich meine Präsentation auf? Womit steige ich ein? Was kommt am Ende? Was kommt auf die einzelnen Folien? Fragen zu Struktur und Aufbau der Präsentation versucht dieser Beitrag zu beantworten…

Um meine Einschätzung vorweg zu nehmen: Je mehr man sich mit Präsentationstechniken befasst, um so mehr „goldene Regeln“ tauchen auf, die nach Auffassung der jeweiligen Autoren ganz unbedingt beachtet werden müssen. Diese Regeln sind mehr oder weniger Pflicht, damit eine gute Präsentation nicht durch eine schlechte Darstellung „verhunzt“ wird. Insofern sind die im Folgenden genannten Tipps als eine Auflistung dessen zu sehen, was sich in der Praxis bewährt hat – von denen aber begründet auch abgewichen werden darf. Die Kür, die aus einer durchschnittlichen Präsentation eine gute macht, lässt sich ohnehin nicht in Regeln zwängen… .

Wiederholungen verdeutlichen das Anliegen.

Im ersten Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass Ihre Zuhörer drei Botschaften mitnehmen. Nur wird es sich nicht verhindern lassen, dass Sie mehrere „messages“ senden. Wie stellen Sie sicher, dass mitgenommen wird, was Sie wollen? Indem Sie die zentralen Botschaften wiederholen. Setzen Sie Ihre zentralen Botschaften an zentralen Punkten. Das bringt uns zum zweiten Punkt:

Bemühen Sie sich um eine klare Gliederung.

Geben Sie Ihrem Vortrag einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss – getreu folgendem Motto:

Tell them, what you will tell them. Geben Sie beim Auftakt Ihren Zuhörern eine „Leseanleitung“ für Ihren Vortrag.

Tell them. Im Mittelteil erörtern Sie das Besondere Ihrer Idee, Ihres Unternehmens, Ihrer Problemlösung.

Tell them, what you told them. Am Ende greifen Sie die eingangs angerissenen und im Mittelteil ausführlich dargelegten Punkte auf und stellen sie als das den kurzen Sinn Ihrer langen Rede dar.

Es schadet übrigens nicht, die Gliederung auch zu veranschaulichen und durch den Vortrag mitzuführen. Die Zuhörer finden so leichter den (Wieder-) Einstieg in Ihre Ausführungen.

Achten Sie darauf, dass Ihre Zuhörer dabei bleiben (können).Ihre Zuhörer sollen Ihnen lauschen und nicht die Folien lesen. Die Folien sind nicht als Ihre Merkzettel, sondern als Vermittlung an das Gegenüber gedacht. Vermeiden Sie deshalb ganze ausformulierte Sätze. Spiegelstriche oder „bullet points“ plus ein Halbsatz (also auch nicht nur ein Begriff) bleiben am besten hängen, bedürfen aber dennoch erläuternder Worte. Gewöhnen Sie sich beizeiten an den Gedanken, Ihre Punkte auf den Folien nicht abzulesen, sondern frei dazu zu sprechen.

Weniger ist mehr.

Überfrachten Sie Ihren Vortrag nicht. Die „goldene Regel“ sieht maximal 7 Punkte pro Folie vor. Wenn Sie groß genug schreiben, passt ohnehin nicht viel mehr drauf. Die Schriftgröße (und Kontrast der verwendeten Farben etc.) prüfen Sie übrigens am besten auf einem DIN A4-Ausdruck. Wenn Sie diesen aus zwei Meter Entfernung problemlos lesen können, funktioniert auch die Präsentation per Beamer. Widerstehen Sie zudem der Versuchung, (zu) viele technische Spielereien einzubauen. Diese sollten gezielt eingesetzt werden, um die darzustellenden Sachverhalte zu veranschaulichen. In der Regel lenken sie aber eher ab….

Geben Sie Ihren Zuhörern Zeit.

Das Prinzip der Selbstbeschränkung gilt sowohl für die einzelnen Folien als auch für die Präsentation insgesamt. Beschränken Sie die Zahl Ihrer Folien – kalkulieren Sie als „goldene Regel“ wenigstens eine Minute je Folie. Sie werden selten mehr als 15 Minuten sprechen, also maximal 15 Folien. Lassen Sie den Zuhörern Zeit, die Folien zu betrachten und mit dem Gesagten zu verknüpfen.

Wie eingangs bereits dargestellt, helfen diese Tipps, einen Folienvortrag schlanker und leichter nachvollziehbar zu gestalten. Den wirklichen Clou müssen jedoch Sie liefern – den Inhalt. Eine schöne Präsentation ohne echte Aussage ist genauso ärgerlich wie ein spannender Inhalt, der miserabel verpackt ist. Die wahre Kunst ist es, in Inhalt und Form zu überzeugen…

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