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Vom Auftragsbuch zu den zu erwartenden Einnahmen

Donnerstag, den 20. November 2008 von Michael Häfelinger
Kategorie: Controlling, Finanzierung

Um die Auslastung des Unternehmens zu beurteilen, habe ich in meinem vorletzten Beitrag ein vereinfachtes Auftragsbuch vorgestellt. Mit der Liste des Projekte lässt sich ein weiterer wichtiger Baustein der Unternehmensführung fundiert planen: die zu erwartenden Einnahmen.

Dazu lässt sich in einem ersten Schritt die Projektliste des Auftragsbuchs zu einem Auszahlungsplan umarbeiten. In beistehendem Auszahlungsplan sind die Abschlags- und Schlusszahlungen dargestellt, die in einem unterschiedlichem zeitlichen Verlauf in den einzelnen Projekten nach entsprechenden Teilschritten vereinbart wurden.

Der Einnahmenplan als TabelleDabei wurde auch der zeitliche Abstand zwischen Abschluss, Rechnungslegung und Zahlungseingang berücksichtigt, was sich im Abstand der rot unterlegten Auszahlung zur grün unterlegten Laufzeit widerspiegelt. Durch die vereinbarten Zahlungen ergibt sich ein monatlicher Zahlungsfluss der zu erwartende Einnahmen, der ein wesentlicher Bestandteil der Liquiditätsplanung ist.

Werden Auftragslage und Einnahmenplan grafisch gegenüber gestellt, so zeigt sich das angesprochene Liquiditätsrisiko Auftragslage. Mit der steigenden Auftragslage steigt auch die kumulierte Differenz zwischen Auftragsvolumen und Einnahme – die Flächen zeigen diesen Finanzierungsbedarf.

Grafik Einnahmen-AuftragslageZum anderen zeigt sich bei den Einnahmen die deutliche Tendenz zu stärker schwankenden Beträgen als bei der Auftragslage. Dies ist umso stärker ausgeprägt, je weniger Aufträge gleichzeitig bearbeitet werden. In der Grafik verstärkt sich diese Tendenz zum Ende des Planungszeitraums hin, weil die Zahl der bearbeiteten Aufträge sinkt.

Dieser Plan mit seinen monatlichen Einnahmen lässt sich nun in eine Liquiditätsplanung einarbeiten, wie sie Sonia Flöckemeier vorgestellt hat. Im Gegensatz zu geschätzten Zahlen, die insbesondere Existenzgründer in ihren Liquiditätsplan eintragen, ist dies bereits eine vergleichsweise stabile Planung. Zumindest enthält sie die zu erwartenden Zahlungen aus den bereits vorliegenden Aufträgen. Sie ist damit die sichere Seite der Planung.

Wenn Sie gegen Rechnung arbeiten und Aufträge eine gewisse Laufzeit haben, zeigt der Plan in der kurzfristigen Planung der nächsten drei Monaten vergleichsweise verlässlich die Summen, die auf dem Konto eingehen werden und die damit Grundlage der kurzfristigen Liquiditätsplanung sind. Sie können dann abschätzen, ob Sie in drei Monaten immer noch über die erforderliche Liquiditätsreserve verfügen.

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