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Das Kreuz der Komfortzone

Sonntag, den 29. August 2010 von Inke Schulze-Seeger
Kategorie: Psychologie, Erfolg & Motivation, Selbst- und Zeitmanagement

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das gilt auch für uns als Unternehmer. Viele der Dinge, die wir tun (oder auch nicht tun) entspringen unsere Komfortzone. Irgendwann richten wir uns bequem in unserem Unternehmerdasein ein und vermeiden es, neue Ufer betreten zu müssen. Es läuft ja auch alles ganz rund. Schließlich sind wir Profis in dem, was wir tun, oder?

Das heißt nicht, dass das Verweilen in der Komfortzone schlecht ist. Im Gegenteil, weil unser Vorgehen Gewohnheit geworden ist, erreichen wir auch eine relativ hohe Kompetenz darin. Das ist wie mit dem Autofahren. Als kleine Kinder setzen wir uns hinter das Steuerrad und tun so als ob wir Autofahren können und sind auch felsenfest davon überzeugt. Das nennt man die „unbewusste Inkompetenz“. Mit den Jahren lernen wir, dass wir in der Tat gar nicht Autofahren können. Das ist ein frustrierendes Gefühl und nennt sich „Bewusste Inkompetenz“. Wenn wir dann endlich Führerschein machen dürfen und uns während der Fahrstunden mit Kupplung und Einparken abplagen, lernen wir wie schwer und ungemütlich es sein kann zu lernen. Denn genau das tun wir in diesem Moment. Der Zustand nennt sich „Bewusste Kompetenz“.

Schön ist es, wenn wir dann den Führerschein gemacht haben und beim Autofahren irgendwann alles Mögliche tun und denken, nur nicht ans Autofahren. Das nennt man „Unbewusste Kompetenz“. Das Autofahren ist in Fleisch und Blut übergegangen. Das ist bequem und wir kommen ohne groß darüber nachzudenken von A nach B.

Am letzen Wochenende habe ich einen Fortbildungskurs besucht, wo ich eine neue Coachingmethode kennenlernen sollte. Ich meiner „unbewussten Methodenkompetenz“ als Coach hat es mich dort regelrecht aus den Socken gepustet. Ich hatte vorher das Gefühl, mein Coachingmethodenauto sicher fahren zu können und bin mit dieser Haltung in den Kurs gegangen. Doch plötzlich saß ich diesem Riesenlastwagen mit Anhänger und wußte partout nicht, wie ich dieses Monstrum in Bewegung setzen sollte. Ich war im frustrierenden Zustand der „bewussten Inkompetenz“.

Das ganze Wochenende habe ich mit mir gerungen, den Kurs abzubrechen, weil mein Hirn nach Sicherheit schrie.

Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, den Kurs weiterzuführen und mich meiner Inkompetenz zu stellen. Das Erlernen von neuen Fähigkeiten, so hoffe ich, wird mir zwar viele unsichere Momente bescheren, mich aber letztendlich auf eine höhere Kompetenzebene führen.

Übertragen auf unsere unternehmerischen Fähigkeiten lässt sich nun die Frage stellen, wie weit wir in der Sicherheit unserer vermeintlichen unternehmerischen Kompetenz dümpeln und ob es nicht auch hier mal wieder angebracht ist, sich ins Fahrerhaus des Riesenlastwagens zu setzen.Wer weiß, wohin das führt und welche Türen es öffnet, die wir noch gar nicht erahnen, auch wenn es erst einmal ungemütlich wird.

Berlin, 29.9.2010

Kommentare

  • Peter Schäfer

    Hallo Frau Schulze-Seeger!

    Schön, dass Sie mich aus meiner unbewusste Inkompetenz meiner Akquise in Richtung bewusster Kompetenz begleiten..

    Ich freue mich, Sie nachher wieder zu treffen!

    Mit freundlichem Gruß
    Peter Schäfer

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