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Wir alle wolIen mit dem, was wir tun, erfolgreich sein. Erfolg ist relativ und von der Definition oder Zielsetzung des einzelnen abhängig. Erfolg ist aber vor allem abhängig von der Haltung gegenüber Erfolg. Versuchen wir einfach nur Erfolg zu haben oder glauben wir fest daran, dass der Erfolg sich einstellen kann und ändert das unser Vorgehen?

Ich möchte hier eine Geschichte mit Ihnen teilen, die ein Kollege mir neulich erzählte. Er ist passionierter Kletterer:

„Ich versuchte mich seit Monaten an einer bestimmten Kletterroute und war davon überzeugt, dass sie viel zu schwierig für mich ist. Ich war wohl in der Lage Sie in einzelnen Abschnitten zu klettern. Aber das ganze Ding in einem Rutsch zu bewältigen, schien utopisch. Außerdem war sie zwei Schwierigkeitsgrade höher als alle Routen, die ich je geklettert bin. Ich war überzeugt, diese Route kann ich einfach noch nicht klettern. Sie ist zu schwer für meine derzeitigen Fähigkeiten.

Henry Ford hat einmal gesagt „Wenn Du glaubst Du kannst es tun oder auch nicht, hast Du wahrscheinlich recht!“ Er meinte damit, dass alles mit einer Überzeugung einhergeht, die das eigene Potenzial bestimmt. Der Glaube an das Potenzial wiederum legt unser Handeln fest und unser Handeln resultiert in Ergebnissen, die wiederum unseren Glauben oder unsere Überzeugung bestätigen.

Der Kletterer erzählte weiter: „Ich habe erst nicht dran geglaubt, dass ich die Route klettern konnte und deswegen habe ich auch nicht mein Handeln darauf ausgerichtet. Immer mal wieder habe ich mich zwischen anderen Klettertouren an ihr versucht und hoffte, dass ich eines Tages wie durch Zauberhand endlich glaubte: Jetzt kann ich sie klettern. Natürlich hat sich diese Überzeugung nie eingestellt, wenn ich regelmäßig vor der Wand stand. Das hat wiederum meine Überzeugung bestätigt, dass ich sie einfach nicht klettern kann. Zu schwer.“

Wenn man in diesem Zyklus gefangen ist, kann das sehr frustrierend sein. Allerdings ist es ein recht bequemer Ort. Er gibt uns die Erlaubnis das Gefühl zu haben und auch den Eindruck zu hinterlassen, dass wir ständig ein hehres Ziel verfolgen, ohne dass wir uns der harten Realität stellen, es wirklich zu versuchen. Also, wie kann man eine bessere Überzeugung generieren? Und es hilft da wenig, sich selbst zu sagen, dass man alles schaffen kann, was man sich vornimmt. Ein bisschen komplexer ist es schon.

Um die Überzeugung zu entwickeln, dass man ein Ziel erreichen kann, muss man eine klaren, realistischen Plan haben, der den eigenen Ressourcen entspricht, wie man das auch schafft. Das Paradoxe daran ist, dass man erst anfängt, nach Möglichkeiten zu suchen, wie man wirklich erfolgreich sein kann, wenn man die Haltung hat, dass da was möglich ist. Es geht darum eine Haltung zu entwickeln, die eher die Möglichkeiten sieht und uns ermutigt nach Lösungen und Wegen zu suchen, als die Hürden und Ausreden, dass etwas nicht geht.

Diese Haltung kann man dadurch erzeugen, indem man die richtigen Fragen stellt. (Übrigens Coaches lieben es die richtigen Fragen zu stellen!) Uns fällt es nämlich richtig schwer, Fragen nicht zu beantworten. Wenn wir die Frage stellen, was wir gestern alles gemacht haben, können wir uns kaum davon abhalten, alle Aktivitäten von gestern im Geiste aufzuzählen.

Der Kollege und Kletterer stellte sich also folgende Frage: „Was muss geschehen, damit ich diese Route bis Ende September klettern kann.“

Indem er sich nun konstruktiv damit auseinandersetzte, wie es zu schaffen sei, wurde ihm klar, dass er es schaffen konnte, wenn er mit jemand arbeitete, der die Route gut kannte und ihm Ratschläge gab, wie man sie klettern musste. Außerdem arbeitete er einen Trainingsplan aus, an den er sich akribisch hielt.  „Mit dieser einen Frage begann sich meine Überzeugung zu ändern. Wenn ich die richtigen Dinge tue, kann ich es schaffen“, erzählte er. „Einige Wochen später habe ich die Route hingekriegt. Das Verwunderliche daran war, dass es eineinhalb Jahre gedauert hat, bis ich mir die richtige Frage gestellt habe, die den Unterschied ausmachte und alles veränderte.“

Die Geschichte zeigt, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, unsere Herausforderungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und uns die Fragen zu stellen, die den Unterschied ausmachen zwischen Versuchen und wirklich Erfolg haben.

 

 

Berlin, 28. März 2011

 

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