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Beratung oder Coaching?

Montag, den 10. September 2007 von Inke Schulze-Seeger
Kategorie: Psychologie, Erfolg & Motivation

Als Unternehmer haben Sie sich vielleicht in der Vergangenheit schon einmal gefragt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Beratung und Coaching? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Da Sie sich hier auf einem Blog befinden, der augenscheinlich von vier Coaches betrieben wird, ist es angebracht, diese Frage einmal zu klären.

Zugegeben, die Beratungsbranche hat sich in den letzten zehn Jahren keinen besonderen Gefallen getan, indem sie das Wort Coach oder Coaching fest im Sprachgebrauch verankert hat ohne zu klären, was es wirklich bedeutet. Deswegen ist es mit äußerst schwammigen Assoziationen belegt.
Allein in Wikipedia gibt es sage und schreibe vierzehn Definitionen für den Begriff Coaching.
Die aus diesen Definitionen resultierende Zusammenfassung bringt es auf den Punkt: „Der Charakter eines Coachings wird nicht dadurch gekennzeichnet, dass der Coach die Lösungen für Probleme oder Konflikte mitbringt. Vielmehr ist der Coach ein neutraler Gesprächs- und Interaktionspartner, der seinem Coachee den Prozess der individuellen (Weiter-) Entwicklung eröffnet, erleichtert und begleitet.“
Im klassischen Sinne geht es im Coaching also um das Individuum selbst und seine Weiterentwicklung. Diese Entwicklung steht entweder im privaten oder im beruflichen Kontext. Der Berater allerdings bringt im Gegensatz zum Coach Lösungen und Konzepte mit oder vermittelt Fachwissen, das Sie und Ihr Unternehmen weiterbringt und zum Erfolg führen soll. Er kümmert sich aber nicht unbedingt methodisch darum, ob das von ihm eingebrachte Wissen oder die Konzepte von Ihnen auch wirklich umgesetzt werden.

In unserer Rolle als Unternehmercoaches mischen sich häufig beide Rollen. Das ist abhängig von der Zielsetzung einer Beratung oder eines Coachings. Es ist häufig auch eine Frage des Anspruchs, der mir als ausgebildeter Coach vorgibt, dass es nicht ausreicht, Menschen Konzepte zu liefern oder Wissen zu vermitteln, sondern dass es wichtig ist, zu sehen, ob Sie es mit den vorhandenen Ressourcen auch umsetzen können. Was nützt das beste Konzept, wenn es sowieso in der berühmten Schublade landet?
Als Berater müssen wir uns also ansehen, was die Gründe dafür sein können, wenn sich trotz unserer Beratung, Menschen und Umstände nicht ändern. Denn hier kann ein Coaching-Prozess ansetzen, in dem wir die betroffenen Unternehmer und Kollegen in den notwendigen Veränderungsprozessen begleiten. Dazu bedienen sich Coaches bestimmter Methoden, über die ein Berater nicht unbedingt verfügt.
Für Sie als Unternehmer bedeutet das bei der Entscheidung für einen Berater oder einen Coach, zunächst zu klären, was Sie eigentlich erreichen wollen. Wenn Sie hochmotiviert sind und Ihnen lediglich das fachliche und methodische Werkzeug fehlt, sich und Ihr Unternehmen voranzubringen, reicht es wahrscheinlich aus, einen Berater zu buchen. Wenn Sie aber merken, dass die Weiterentwicklung und der Erfolg von diffusen Blockaden, Ängsten oder Glaubenssätzen behindert wird, kann Ihnen ein ausgebildeter Coach durchaus auf die Sprünge helfen. Deswegen klären Sie in ersten Gesprächen mit Beratern oder Coaches, ob und in welcher Form sie Veränderungsprozesse begleiten können, wenn Sie glauben, das Sie diese Form der Unterstützung für Ihren Erfolg benötigen.
Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag „Erfolg einmal anders“.

Kommentare

  • Hallo,
    Michael hatte mich gebeten mir die Seite anzuschauen und zu kommentieren. Da ihr noch in der Testphase seit, schreibe ich mal frei was mir aufällt ohne das ich es besser wüßte :o)

    Zur Form:
    Der Text wirkt sehr blockartig – vielleicht auch Unterüberschriften verwenden ?
    Die rechte Spalte hilft sehr zur Orientierung auf eurer Seite.
    Den Beitrag mit Foto und kurzer Erklärung zur Autorin beginnen zu lassen, gefällt mir sehr gut.

    Zum Inhalt:
    Sicherlich politisch korrekt recherchiert, der Unterschied zwischen Beratern und Coaches, aber so kommt der Berater besser weg.
    Man bekommt den Eindruck, der Coach ist eine Art Therapeut, wenn ich Probleme habe gehe ich zum Coach, wenn ich ernsthaft fachlich weiterkommen möchte doch lieber zum Berater.
    So gesehen wäre es eventuell besser sich als Berater anzupreisen, mit dem Zusatz auch die Möglichkeiten des Coachings anzubieten.

    Viel Glück und Erfolg mit eurer Seite wünsche ich euch !

    Manfred

  • Manfred, Danke für den Input, den ich gut nachvollziehen kann.
    Deswegen möchte ich hier noch einmal kurz darstellen, wer wir sind. Wir als Unternehmercoaches sind in erster Linie Berater. Teilweise haben wir jedoch eine Zusatzqualifikation als Coaches, die wir in unserem Berateralltag als Mehrwert mit einzubringen.
    Egal jedoch wie wir uns nennen, ob nun Unternehmercoaches oder Unternehmerberater, die Erfahrung zeigt, dass es häufig wünschenswert ist, dass klassische Fachberatungen beispielsweise zur Unternehmensentwicklung zusätzlich von einem Coaching begleitet werden sollten.
    Das kann unterschiedliche Gründe haben.
    Gerade bei Einzelunternehmen oder sehr kleinen Unternehmen hängt die Umsetzung der „Fachkonzepte“ von der inneren Haltung des Einzelnen ab.
    Wenn die nicht stimmt, ist eine Beratung, die ja immerhin auch
    eine Investition darstellt, wirkungslos. Deswegen besteht zumindest mein persönlicher Anspruch darin, ganz genau zu erkennen, ob eine Umsetzung durch den Unternehmer nach einer Beratung wirklich realistisch ist. Falls auf beiden Seiten Zweifel bestehen, kann man dem Unternhmer immerhin eine Lösung, z.B. in Form eines klassischen Coaching- Prozesse, anbieten. Das können viele Berater nicht.
    Grosse Unternehmen lassen es sich kaum nehmen, bei gewünschten Veränderungen Changemenagementkonzepte und -systeme einsetzen, die dafür sorgen sollen, dass die Organisation und ihre Menschen in die gewünschte Richtung marschieren. Nichts anderes ist eine klassiches Coaching bei Einzelpersonen oder kleinen Unternehmen. Coaching kann helfen, wirkliche Veränderungen herbeizuführen.
    Inke Schulze-Seeger

  • Hartmut Krüger

    Hallo,

    auch ich finde, dass der Coach (ich nenne mich auch so) hier nicht so rüber kommt, wie wir uns das wohl wünschen. Abgesehen davon, dass der Artikel für unsere Klientel für meine Begriffe zu „nüchtern“ daher kommt, würde ich auch mehr die persönliche Unterstützung des Coaches bei der Umsetzung von gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen plakatieren. Ich will und kann mich nicht mit Unternehmensberatungen vergleichen. Ich will als Coach kompetent aber im wesentlichen umsetzungsbetont auftreten und deshalb engagiert werden.

    Ich finde, der Coach sollte kurz und knackig „vortelhaft“ beschrieben werden – gerne in Abgrenzung zum Unternehmensberater – denn deren Ruf macht uns doch wohl allen ziemlich zu schaffen, oder ?

    Viel Spaß noch mit Eurem Blog.

  • Hallo Inke,
    ich habe eine alternativen Vorschlag zur Abgrenzung von Coaching und Beratung:
    Unter Coaching verstehe ich auch die Unterstützung einer Person bei der Umsetzung konkreter Ziele. Dabei geht es um das Wie in Bezug auf die Fähigkeiten, Interessen und Kenntnisse einer Person.
    Unter Beratung verstehe ich primär die Erledigung von einzelnen Aufgaben durch Berater, die spezielle fachliche Kenntnisse in dieser Angelegenheit haben (sollten). Rechtsanwälte und Steuerberater u.ä. sind meiner Ansicht nach Berater, die für mich Aufgaben lösen, die ich selbst gar nicht lösen kann oder will.
    Ich werde dieses Sichtweise nochmal in einem eigenen Beitrag in diese Blog aufnehmen.

    Gruß
    Harald v. Trotha

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