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Der Weg der ständigen Verbesserung

Montag, den 8. September 2008 von Inke Schulze-Seeger
Kategorie: Nützliches, Psychologie, Erfolg & Motivation, Selbst- und Zeitmanagement

Vor einiger Zeit hat mir ein norwegischer Freund, der eine kleine Bootswerft betreibt, ein kleines Buch geschickt und schrieb auf einer Karte: „Inke, dieses Buch ist der Hit! Ich bin gerade dabei ganz viel zu verändern.“ Das Buch, das ich den Händen hielt, heißt „The Kaizen Way – One Small Step Can Change Your Life“ von Robert Maurer.
Nun weiß ich wie schwer es ist, Veränderungen herbeizuführen, deswegen war ich neugierig, wie der Autor beweisen wollte, dass sein Weg funktioniert.

Das eigene Verhalten zu verändern, ist nicht einfach. Wir sind Gewohnheitstiere und unser Schweinhund ist ja bekanntlich oft unser bester Freuend. Veränderungen jedoch nicht nur bei sich, sondern auch noch bei anderen herbeizuführen, ist noch viel schwieriger. Heerscharen von Coaches, Trainern, Organsiationsberatern und Changemanagern profitieren täglich von dieser Herausforderung.Japanisches Schriftzeichen “Kaizen”Also, was hatte „The Kaizan Way“ zu bieten?
Dazu muss ich eine Geschichte erzählen. Genauso wie es für Europa nach dem zweiten Weltkrieg den Marshallplan gab, gab es auch für Japan einen Wiederaufbauplan. Die Probleme, mit dem Amerika konfrontiert war, waren das völlig zerstörte Land und das Fehlen von Ressourcen. So führten die Amerikaner das Managementsystem ihres Landsmanns Dr. Deming ein, das System der kontinuierlichen Verbesserung, das noch heute als wichtigstes und bekanntestes japanisches Managementsystem gilt. Das Prinzip besteht in der ständigen Veränderung, ständiger Verbesserung in kleinen Schritten versus Innovation, die radikale Veränderungen nach sich zieht. Aufgrund der fehlenden Ressourcen war es den Japanern nach dem zweiten Weltkrieg nicht möglich, genau diese radikalen Innovationen einzuführen. Sie mussten mit dem Wenigen arbeiten, das vorhanden war. So begannen sie mit Hilfe der Amerikaner kontinuierlich, winzige kleine Verbesserungen einzuführen. Das Ergebnis war beeindruckend: Die japanische Industrie und Wirtschaft wie wir sie heute kennen.
Nun fragen Sie sich, in welcher Form Kaizen auch für Sie relevant sein kann. Ganz einfach. Stellen Sie sich einen Bereich vor, den Sie in Ihrem Leben oder in Ihrem Unternehmen verändern wollen. Sie haben es aber bisher nicht geschafft und wenn Sie ganz ehrlich sind, fühlen Sie sich ein wenig damit überfordert. Überlegen Sie sich möglichst kleine Schritte, wie die Situation verändert werden kann. Die Maßnahmen sollen sich machbar anfühlen, fast zu einfach auf Sie wirken. Ich gebe Ihnen dazu ein ganz simples Beispiel: Mal angenommen, auf Ihrem Schreibtisch herrscht ständig Chaos. Stellen Sie sich vor, dass Sie sich vornehmen, jeden Tag zumindest die herumliegenden Büroklammern wegzuräumen. Nicht mehr. Das erscheint machbar, oder? Nach ein paar Tagen ist das schon eine kleine, winzige Gewohnheit. Dann nehmen Sie sich vor, den Locher ins Regal zurückzustellen, wenn Sie ihn gebraucht haben. Mehr nicht. Und so geht es weiter. Langsam aber sicher eignen Sie sich kleine Aufräumgewohnheiten hat, die nicht weiter weh tun. Ich verspreche Ihnen: Nach ein paar Wochen ist ihr Schreibtisch nie wieder unordentlich.
Dieses Prinzip können Sie auf alle Bereiche anwenden. Interessant ist es jedoch, wenn Sie von Ihren Mitarbeitern fordern, sich winzig kleine Verbesserungen auszudenken, und das jeden Tag. Ein interessantes Experiment mit einem ebenso interessanten Ergebnis.

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