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50+: Erschließung einer neuen Zielgruppe

Montag, den 24. August 2009 von Sonia Flöckemeier
Kategorie: Identität, Corporate Identity, Marke, Marketing

Nie zuvor gab es so viele Menschen jenseits der 50: Knapp 40 % der Bevölkerung sind älter als 50 Jahre und ihr Anteil wird bis 2035 auf 50 % steigen.

Die Chance für Unternehmen:
Die Generation 50+ bestreitet die Hälfte der Konsumausgaben bei Reisen, Kleidung und Nahrungsmitteln. Ihre Kaufkraft liegt bei mehr als 70 Milliarden Euro jährlich – und das bei steigender Lebenserwartung: die heute 60jährigen werden im Schnitt noch 23 Jahre leben.
Warum also konzentrieren sich nicht viel mehr Unternehmen auf die Zielgruppe 50 + und entwickeln Produkte für diese Kundengruppe?

Herausforderung für das Marketing eines Unternehmens:
Das größte Problem: Senioren wollen alles Mögliche – nur nicht alt sein. Und das macht die Erschließung des Seniorenmarktes denkbar schwierig. Eigentlich gibt es genügend Ansatzpunkte für Unternehmen, um auf dem Markt der Senioren erfolgreich zu sein:
•    Sie sind körperlich leistungsfähig
•    Sie haben Geld
•    Sie wollen vernünftig und ehrlich beraten werden
•    Sie wollen ihr Leben selbständig bewältigen solange das möglich ist
•    Sie wollen Komfort und Stil
•    Sie wollen Produkte, die ihnen etwas nützen

Neben diesen fest stehenden Parametern ist nur eins klar: die Zielgruppe ist aufgrund vierzig Jahren Konsumerfahrung extrem heterogen und lässt sich nichts vormachen. Steuerbare Konsumprofile können Unternehmen nur schwer ableiten.

Das Dilemma:

Es besteht durchaus der Wunsch nach Hilfe, aber der wird eben nicht laut geäußert. Da der Konsument nicht zugibt, dass er ein solches Produkt braucht, kann der Anbieter es auch nicht entsprechend bewerben. Genau das ist das Dilemma: Angebote für dem Markt 50+ sind zugeschnitten auf einen Zustand, der von Zielkunden und Unternehmen geleugnet wird.

Bedienerfreundliche Technik als Lösung
Die Bewerbung von seniorenfreundlichen Produkten gleicht oft einem Versteckspiel: Platz, Komfort und Bedienerfreundlichkeit stehen im Fokus der Angebote, die gut für Alt und Jung sind.

Beispiele gibt es viele:

In der Automobilindustrie ziehen die Entwickler spezielle Anzüge an, in denen sie spüren können, wie schwer viele Bewegungen im Alter fallen und wie der Tastsinn im Alter schwindet. Dadurch entstehen Autos mit verstellbaren Pedalen, leichter bedienbaren Knöpfen und höheren Sitzen für den einfacheren Ein- und Ausstieg. Resultate sind nicht ausgewiesene Seniorenautos, sondern Familenwagen mit Platz und Komfort.

Bei technischen Produkten ist es Universal Design: Miele zum Beispiel bietet unter der Linie Klassik Waschmaschinen und Trockner an, die ohne Knöpfchen, 27 Programme und Computersteuerung auskommen. Stattdessen gibt es hier wieder Drehschalter und wenige hörbar einrastende Programme.

Oder die Supermärkte der Generationen von Edeka in Nordbayern, Sachsen und Thüringen: breitere Gänge, rutschfeste Bodenbeläge, große Etiketten und eine sprechende Waage. An den Regalen sind Lupen befestigt und sie sind nur 1,60 m hoch, für die Pause zwischendurch gibt es Bänke und Zeitungen. Das hat eine deutliche Steigerung der Anzahl der Einkäufe pro Woche zur Folge und einen deutlich höheren Durchschnittsbon: Universal Design, der jungen wie alten Menschen das Leben erleichtert.

Stichwort barrierefreundliche Produkte: Das iPhone von Apple gehört mit seiner hohen Gebrauchstauglichkeit und intuitiven Bedienung dazu. Das Foto dreht sich mit, wenn man das Handy beim Fotobetrachten dreht; Umblättern kann man wie bei einem realen Fotoalbum mit dem Finger.

Die Beispiele zeigen es: So heterogen die Zielgruppe der Generation 50+ ist, so interessant ist sie auch: Sie öffnet die Türen zu neuen Märkten.

Berlin, den 24. August 2009

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