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Wille nützt gar nichts

Montag, den 7. Juni 2010 von Inke Schulze-Seeger
Kategorie: Psychologie, Erfolg & Motivation, Selbst- und Zeitmanagement

Jeden Tag sind Sie mit Gedanken rund um Veränderungen in Ihrem Unternehmen konfrontiert. Optimierung, Wachstum, Reduzierung sind die Schlagwörter hinter einer Veränderung, manchmal im Großen und ganz häufig im Kleinen. Doch Veränderung ist das Schwierigste, was man als Mensch und damit auch als Unternehmer vollziehen kann. Es ist für jeden eine Herausforderung, die einen schnell an die eigenen Grenzen bringt, auch wenn der Wille zur Veränderung da ist.

Häufig führe ich mit Unternehmern Visions-Workshops durch. In die Zukunft zu denken ist spannend und inspirierend. Sich die Dinge in schönsten Farben ausmalen, bringt einfach Spaß. Es setzt Energie frei, und wenn man auch noch weiß, wie man dahin kommt und die Ressourcen stimmen, steht der Veränderung eigentlich nichts mehr im Weg. Nur ist Veränderung nicht ganz so trivial und der Wille dafür und das Wie und Womit reicht meist nicht aus.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten körperlich richtig fit werden. Sie stellen sich vor, wie Sie nach Ihren täglichen Joggingrunden in der strahlenden Morgensonne  jeden Tag gestählt und voller Energie ins Büro kommen. Sie rüsten sich im Laufshop mit dem neuesten Laufdress aus und stellen Ihren Wecker auf 6 Uhr. Der tut auch pünktlich seine Pflicht, doch sie blinzeln nur müde und drehen sich grunzend noch einmal im Bett herum. Das schlechte Gewissen hält dabei fröhlich Einzug in den letzen Morgenschlummer.

Die Buddhisten sagen „Beim Ziehen des Schwertes musst du innerlich bereits sein, den Gegner zu töten.“ Das sagt viel über die Haltung aus, die dazu führt, dass man Veränderungen tatsächlich vollzieht: Entschlossenheit. Wenn ich ein Schwert gegen den Gegner einsetze, geht es nicht darum, ein bisschen damit vor seinem Gesicht herumzuwedeln, denn es ist wahrscheinlich, dass er entschlossen ist, mich zu töten und wird die Chance nutzen, es zu tun.

Es geht bei der Veränderung also nicht nur darum, sie auch wirklich zu wollen, sondern die Entscheidung zu treffen, sie auch zu vollziehen.

Das Problem mit dem Wollen ist nämlich das schlechte Gewissen, das man mit sich herumschleppt: „Eigentlich sollte ich ja, aber…“ oder ähnliche Gedanken werden unweigerlich in Ihrem Kopf herumspuken, ohne dass sich etwas verändert hat. Das macht Sie unglücklich und lenkt Ihre Energie in Selbstzweifel. In der Folge konzentrieren Sie sich weniger auf das, was wirklich wichtig für Sie ist.

Da wäre es ja viel besser, die Sache ganz zu lassen und sie für sich abzuschließen. Effizienter wäre es auf jeden Fall und der Seelenfriede würde auch davon profitieren.

Doch das nächste Mal, wenn Sie auf einer persönlichen oder unternehmerischen Ebene etwas verändern wollen, der erste Schritt vor allen anderen ist zu überprüfen, ob Sie auch wirklich dazu entschlossen sind und nicht nur bereit und willens.

Berlin, 7.6.2010

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