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Unternehmergesellschaft: eine Erfolgsgeschichte !?

Donnerstag, den 25. November 2010 von Harald v. Trotha
Kategorie: Controlling, Führung, Gründung, Organisation

Wir habe hier in unserem Blog wiederholt über die Unternehmergesellschaft UG  (auch kleine GmbH) berichtet (z.B. hier) und den weiteren Verlauf  beobachtet. Und aus meiner eigenen Coachingpraxis darf ich sagen, daß die UG bisher keinerlei Bedeutung hat.  Aber, ich täusche mich eben hin und wieder.

Die IHK Berlin berichtet nun in ihrem „Newsletter der IHK Berlin vom  29.10.2010: Recht“ über den aktuellen Stand für Berlin und das Bundesgebiet. Ich denke, dort wird bewußt nicht von einer Erfolgsgeschichte gesprochen, auch wenn die Berichtersattung insgesamt sehr positiv gestimmt ist.

Die nakten Zahlen sind m.E. eher bescheiden: „In Berlin sind bereits mehr als 25 UGs zu einer „vollwertigen“ GmbH aufgestiegen. Bundesweit sind es sogar mehr als 230 GmbHs, die aus einer UG hervorgegangen sind.“ Ebenso erscheinen mir die Bestandszahlen wenig aussagefähig:  „Ende September 2010 existierten bereits mehr als 3.000 UGs in Berlin und fast 39.000 UGs bundesweit.“ da der Vergleich zu den klassischen GmbHs nicht gezogen wird.

In einem Punkt hat die IHK sicher Recht: „Die große Zahl der Gründungen bestätigt den seit Jahren bestehenden Bedarf für die kleinere Alternative zur kapitalintensiveren GmbH.“

Sicherlich besteht unterhalb der GmbH eine großer Bedarf und eine erhebliche Nachfrage. Ob sich allerdings das Instument „UG haftungsbeschränkt“ an sich bewährt hat, und ob die formalen Vorgaben tatsächlich richtig sind, dies wird meiner Meinung nach damit noch nicht wirklich bewiesen. Und die Tatsache, daß die Umwandlung der UG in ein GmbH als Erfolg gewertet wird, zeigt die Imagschwächen der UG. Denn was offensichtlich noch mehr zählt,  ist die „vollwertige“ GmbH. Doch deren Wert ist für die Gläubiger häufig ungleich dubioser und unkalkulierbarer. Nur die Gesellschafter und Geschäftsführer halten echte Risiken von sich fern, wenn sie keine gravierenden Fehler begehen.

Berlin / Brandenburg, den 25. November 2010

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