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Häfelinger, von Trotha
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Qualitätssicherung tut Not – vor allem in einer Branche, in der die Berufsbezeichnungen „Coach“ und „Berater“ nicht geschützt sind. Weil es leider einige „schwarze Schafe“ gibt, wird ein Qualitätsnachweis für Kunden wie Fördermittelgeber immer wichtiger. Dabei geht es um Zertifikate. Aber Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat, was es für Kunden schwer macht, Qualität wirklich zu erkennen. Hier ein kleiner Leitfaden durch den Dschungel.

Um die Qualität eines Zertifikats beurteilen zu können, gilt es zwei Kriterien zu beobachten:

  1. die Art des Zertifikats
  2. der Status der ausgebenden Institution

Arten von Zertifikaten

Der entscheidende Unterschied besteht in der Frage, ob in einem Zertifikat überhaupt eine Leistung geprüft wird, und wenn ja, ob die Qualifikation oder die Qualität geprüft wird. Danach lassen sich drei Grundformen von Zertifikaten unterscheiden:

  • Das Teilnahme-Zertifikat
  • Das Qualifikations-Zertifikat
  • Das Qualitäts-Zertifikat (oder Testat)

Wer an einer Weiterbildung teilnimmt, erhält meist ein Teilnahme-Zertifikat. Natürlich ist die Teilnahme an einer Weiterbildung schon ein erheblicher Schritt gegenüber dem Nichtstun und das soll auch nach außen dargestellt werden. Aber es sagt nichts darüber aus, ob die Inhalte verstanden wurden oder gar angewendet werden können.

Ein Qualifikations-Zertifikat ist demgegenüber ein verschärftes Teilnahme-Zertifikat. Hier wird geprüft und durch die Institution bestätigt, dass die Inhalte verstanden wurden. Jede Art von Hochschulausbildung endet mit dem Zeugnis also in einem Qualifikations-Zertifikat.

Ein Qualitäts-Zertifikat schließlich prüft, ob die geforderten Inhalte angewendet und der gewünschte Output erzielt wird. Dazu werden Strukturen und Prozesse sowie Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen anhand der tatsächlich durchgeführten Fälle beurteilt.

Insofern sichert das Qualitäts-Zertifikat den höchsten Anspruch ab. Um dies begrifflich abzuheben, verwenden viele der zertifizierenden Institutionen den Begriff „Testat“. Das mag zwar zum jetzigen Zeeitpunkt einen Unterschied deutlich machen, birgt aber das Problem, dass es in internatinalen Kontexten wieder um den Begriff „certified“ gehen wird.

Status der ausgebenden Institution

Das Problem: Im Grunde kann jedes Unternehmen zumindest ein Teilnahme- ggf, auch ein Qualifikations-Zertifikat ausgeben. Das ausstellende Unternehmen bzw. die ausstellende Institution muss dazu nicht geprüft worden sein. Ein typisches Beispiel dafür sind private Schulen, deren Ausbildungen nicht staatlich anerkannt sind. Um nicht falsch verstanden zu werden: Deswegen müssen die Ausbildungen keineswegs schlecht sein, lediglich das Zertifikat (das Zeugnis) ist eben nicht geprüft und von seinem Aussagewert daher begrenzt.

Eine „echte“ Qualifikations-Zertifizierung wird von einer anerkannten Einrichtung ausgegeben. Hierzu gehören alle staatlich anerkannten Hochschulabschlüsse bzw. Weiterbildungsgänge. Bezogen auf das Thema Unternehmensberatung und -coaching  heißt das, dass ein Absolvent der Betriebswirtschaft zwar die Qualifikation dafür, aber noch nicht notwendigerweise die Qualität dafür mitbringt.

Dies erst prüft die Qualitäts-Zertifizierung – das Testat. Sie muss von einer unabhängigen Zertifizierungseinrichtung vorgenommen werden. Diese darf nicht in Verbindung bspw. mit einem Ausbildungsträger stehen, der eine Ausbildung zum Coach anbietet. Die auf dem Markt häufig anzutreffenden Qualifikations-Zertifikate, die von Bildungsträgern ausgegeben werden, sind erfüllen also nicht diese Anforderung eines Qualitäts-Zertifikats, des Testats.

Anerkannte Anbieter solcher Qualitäts-Zertifizierungen sind:

Ich hoffe, damit etwas Licht in das Chaos der angebotenen Zertifikate gebracht zu haben.

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